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Geschichtliches
Schloss Landestrost
Die Existenz des Schlosses wurde 1320 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1573 wurde es nach einem Brand von Herzog Erich II, so wie wir es heute kennen, wieder aufgebaut. Die Baupläne stammten von holländischen und italienischen Meistern. Zusammen mit dem Schloss und unter Einbeziehung der Stadt entstand eine gewaltige Festungsanlage. Erst nach dem Tode Herzog Erich II. wurde der Bau fertig gestellt. Zur Finanzierung mussten die Bürger Hand- und Spanndienste leisten sowie erhöhte Steuern in Kauf nehmen. Die erste bildliche Darstellung von Schloss und Festung Landestrost entstand im Jahre 1650.
Im Laufe der Zeit sind am Schloss wesentliche bauliche Veränderungen vorgenommen worden. So wurde an der Nordseite ein neuer Eingang geschaffen, während auf der Ostseite einer der alten Eingänge verschlossen wurde. Die ursprünglichen alten Kreuzpfostenfenster wurden auf der Leineseite durch einfache Holzfenster ersetzt; im Innenhof blieben sie größtenteils erhalten.
Legende vom eingemauerten Kind
Zum Bau der Festungsmauern um 1580 gibt es eine Legende, wonach ein Kind lebendig eingemauert worden sein soll. Angeblich seien beim Bau der Südbastion die Mauern immer wieder eingefallen. Sie entstanden im sumpfigen Untergrund der nahe gelegenen Leine. Der Herzog als Erbauer drängte auf die Fertigstellung der Anlage und als Lösung wurde eine Opferung angesehen.
Dafür soll das Kind einer Zigeunerin gedient haben, das man seiner Mutter für wenige Taler abgekauft habe. Die Mutter soll sich später in den Festungsgraben gestürzt haben und sei ertrunken. In einer Außenmauer der Südbastion findet sich das gemauerte Steinrelief eines Kindes, um an die Geschichte zu erinnern.
Torfmuseum Schloss Landestrost
In frühen Zeiten wurden Moore von Menschen als Hindernis empfunden. Sie waren unwegsam und gefährlich, deshalb wirkten sie regelrecht als Grenzen. Darüber hinaus galten sie als unnützes Ödland. Später lernte man die Moore zu nutzen.
Zuerst als Siedlungsland, dann als Rohstofflager. Viele Menschen bestritten so mit schwerer Arbeit ihren Lebensunterhalt. Diese im Laufe der Jahrhunderte immer großflächigeren Eingriffe blieben jedoch nicht ohne Folgen: von den ursprünglich riesigen Moorflächen existieren heute nur noch Reste.
Deshalb gilt es jetzt, durch Schutzmaßnahmen eine ehemals charakteristische Landschaft vor dem endgültigen Verschwinden zu bewahren. Das Torfmuseum, dessen Grundstock eine Leihgabe des Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung bildet, erzählt die Geschichte der Moore und des Torfes von ihrer Entstehung über die Nutzung durch den Menschen durch den Menschen bis hin zum Schutz der verbleibenden Moore.
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